GREEN BOOK – Eine besondere Freundschaft

Kinoworkshop im RIO Filmpalast mit Manuel Zaefferer, Producer bei ARRI Digital Cinema Distribution – in Kooperation mit der BS Gastro (Donnerstag, 11. Juli 2019, 10-13 Uhr)

USA 2018, 131 Min.; FSK: ab 6 J.; Altersempfehlung: 14 J. (ab 9. Klasse); Spielfilm, Drama, Tragikkomödie, Roadmovie, Biografie nach der Lebensgeschichte von Tony Lip alias Frank Anthony Vallelonga; Regie: Peter Farelly; Drehbuch: Nick Vallelonga, Brian Hayes Currie, Peter Farrelly; Musik: Kris Bowers; mit: Mahershala Ali, Viggo Mortensen, Linda Cardellini, u.a.; Oscar-Preis 2019: Bester Film /Bestes Originaldrehbuch /Bester Nebendarsteller; Filmverleih: Entertainment One Germany;

 

 

 

 

 

Inhalt: Der italo-amerikanische Türsteher Tony Vallelonga, wegen seiner großen Klappe auch „Tony Lip“ genannt, kann angeblich gut mit „Ärger“ umgehen. Für den afro-amerikanischen Konzertpianisten Don Shirley qualifiziert er sich dadurch als Fahrer für seine Tournee durch die Südstaaten der USA – im Jahr 1962 keine ungefährliche Unternehmung. Das titelgebende „Green Book“, ein Handbuch für Afro-Amerikaner/-innen, das Hotels und Restaurants auflistet, zu denen ihnen der Zutritt erlaubt ist, wird für die gemeinsame Reise zur unverzichtbaren Orientierungshilfe. Während ihrer Fahrt durch den segregierten Süden, wo dem Musiker selbst von Weißen, die ihn als Künstler hofieren, offener Rassismus entgegenschlägt, kommt es zwischen Don Shirley und Tony Lip wiederholt zu Spannungen. Allmählich aber entwickelt sich zwischen dem ungebildeten und anfangs rassistisch eingestellten Chauffeur und seinem hochkultivierten Arbeitgeber eine echte Freundschaft. (Quelle: www.kinofenster.de)

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit: Es wird deutlich, dass die gemeinsame Reiseroute für die beiden Protagonisten eine völlig unterschiedliche Qualität hat. Tony Lipp kann sich als Weißer frei bewegen und Lokale aufsuchen. Don Shirley muss besonders im Süden ständig auf der Hut sein und kann auch von der Polizei keine Hilfe erwarten. Die offensichtliche Diskriminierung, insbesondere die würdelose Behandlung des Musikers, wird in vielen Szenen aufgezeigt. Der unterschiedliche Ansatz der beiden Hauptfiguren, mit dieser Diskriminierung umzugehen, sollte thematisiert werden. Gibt es heute in den USA und Deutschland noch Diskriminierung wegen Rasse oder Herkunft? Kann man Parallelen zur aktuellen Behandlung von Flüchtlingen aus einem anderen Kulturkreis ziehen? Darüber hinaus können anhand von „Green Book“ auch die gespielten Musikstücke und ihr Entstehungs- und Aufführungskontext recherchiert werden. Das ermöglicht eine Diskussion der Rolle von Musik als Ausdruck kultureller Unterschiede und Identität stiftendes Moment.

Zur Person: Manuel Zafferer arbeitet als Producer im Team von ARRI Digital Cinema Distribution. Die Koordinierung der digitalen Kinovorführungen von Filmen wie z.B. GREEN BOOK läuft über ein Netzwerk von Verleihern und Kinos. Das ARRI Digital Cinema Distribution Department nimmt dabei eine zentrale Rolle ein mit der Herstellung und Verteilung der Festplatten, auf denen die Filme gespeichert sind, der sogenannten DCPs (Digital Cinema Packages) und bei der Vermittlung der Passwörter bzw. KDM-Schlüssel, die gebraucht werden, um den Film abzuspielen und die Vorführungen unter Kontrolle zu halten.  (Quelle: www.arrimedia.de)

 

Weiterführende Links:

Filmwebseite: www.greenbookfilm.com
Filminfos: www.fox.de, www.imdb.com
Materialien für den Unterricht: www.kinofenster.de Filmtipp Vision Kino: www.kinofenster.de

Download: Green Book – Travel Guide (1957) https://upload.wikimedia.org

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