DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT

Kinoworkshop mit der Regisseurin Caroline Link im City Kino – in Kooperation mit dem Adolf-Weber-Gymnasium (Montag, 15. Juli, 9.30-12 Uhr)

Deutschland 2018, 99 Min.; FSK: ab 6 Jahre; empfohlen ab 12 Jahre (ab 7. Klasse); Drama, Komödie, Biopic, Literaturverfilmung nach dem autobiographischen Buch „Der Junge muss an die frische Luft – Meine Kindheit und ich“ von Hape Kerkeling; Regie: Caroline Link; Drehbuch: Ruth Toma; Kamera: Judith Kaufmann; Musik: Niki Reiser; mit: Julius Weckauf, Luise Heyer, Sönke Möhring, Joachim Król, Diana Amft, Elena Uhlig, Maren Kroymann, Ursula Werner, Hedi Kriegesgott, u.a.; Produktionsfirma: UFA Fiction GmbH (Potsdam); Produzenten: Sebastian Werninger, Nico Hofmann, Hermann Florin; Deutscher Filmpreis 2019, Bayerischer Filmpreis 2019; FBW Prädikat Besonders wertvoll; 

 

Inhalt: Verfilmung der Autobiographie des Entertainers Hape Kerkeling. Die Geschichte beginnt im Ruhrpott des Jahres 1972: Hans-Peter ist neun Jahre alt und ein bisschen pummelig, strotzt aber vor Selbstvertrauen. Dies rührt nicht zuletzt aus seiner Begabung, andere Menschen zum Lachen zu bringen, ein Talent, das er bei jeder Gelegenheit trainiert – sei es im Krämerladen seiner Oma Änne, mit den Kunden als Publikum, oder bei den diversen Zusammenkünften seiner feierwütigen Verwandtschaft. Aber das idyllische Familienleben bekommt eine Schattenseite, als Hapes Mutter durch die Folgen einer chronischen Kieferhöhlenentzündung ihren Geruchs- und Geschmackssinn verliert und in eine tiefe Depression verfällt. Der Vater steht der psychischen Erkrankung seiner Frau rat- und hilflos gegenüber. Doch für Hans-Peter ist die Traurigkeit seiner Mutter ein umso größerer Ansporn für sein komödiantisches Treiben. (Quelle: www.filmportal.de)

 

Zur Person: Caroline Link, geboren am 2. Juni 1964 in Bad Nauheim, sammelt nach dem Abitur und einem einjährigen Auslandsaufenthalt in den USA durch ein Praktikum bei den Münchner Bavaria-Studios (1984) erste praktische Film-Erfahrungen. 1986 nimmt sie ein Regiestudium an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) auf, das sie vier Jahre später erfolgreich abschließt. Bereits 1989 ist sie als Co-Regisseurin am Dokumentarfilm „Das Glück zum Anfassen“ beteiligt, der die enttäuschende Begegnung eines Fans mit seinem Sänger-Idol Jürgen Drews schildert. Für ihren Abschlussfilm, die Liebesgeschichte „Sommertage“, wird sie bei den Hofer Filmtagen 1990 mit dem Kodak Förderpreis ausgezeichnet.

Nach ihrem Studium ist Link als Drehbuchautorin unter anderem für die TV-Serie „Der Fahnder“ tätig. Ihr Debüt als Kinoregisseurin gibt sie 1996 mit „Jenseits der Stille“. Der hoch gelobte Film über eine junge Frau, deren Eltern taubstumm sind, entwickelt sich zu einem Überraschungserfolg an den Kinokassen, wird mit zwei Bayerischen Filmpreisen (Beste Nachwuchsregie, Beste Musik) und zwei Deutschen Filmpreisen (Beste Hauptdarstellerin, Musik) ausgezeichnet und erhält eine Oscar-Nominierung als „Bester fremdsprachiger Film“. Auch Links folgender Film, die Erich-Kästner-Verfilmung „Pünktchen und Anton“ (1999), zieht trotz durchwachsener Kritiken über eine Million Zuschauer in die Kinos.

Mit der Stefanie-Zweig-Verfilmung „Nirgendwo in Afrika“ (2001) landet Caroline Link ihren bis dato größten Erfolg: Das Drama über eine vor den Nazis geflüchtete, auf eine kenianische Farm emigrierte jüdische Familie erhält fünf Deutsche Filmpreise (Film, Regie, Kamera, Musik, Nebendarsteller) und – als erster deutscher Film seit Schlöndorffs „Blechtrommel“ – einen Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“.

Im Jahr 2008 meldet sich Link mit der mit Spannung erwarteten, prominent besetzten Bestseller-Verfilmung „Im Winter ein Jahr“ zurück. Auch dieser Film wird ein großer Kritikerfolg und erhält den Deutschen Filmpreis als Bester Spielfilm und für die Beste Filmmusik. Link und ihre Hauptdarstellerin Karoline Herfurth werden jeweils mit einem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.

Von einer schwierigen Familiengeschichte erzählt auch Links folgender Film „Exit Marrakech“, zu dem sie einmal mehr auch das Drehbuch schrieb. Darin geht es um die allmähliche Annäherung zwischen einem Theaterregisseur und seinem 17-jährigen, von ihm entfremdeten Sohn. Beim Stockholm Film Festival Junior wird der Film mit dem Bronze Horse in der Kategorie „Best Film 11-19 Years“ ausgezeichnet.

2016 erhält Link den Filmpreis der Stadt München; 2018 wird sie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. Im Dezember 2018 stellt Caroline Link ihren ersten Film seit fünf Jahren vor: „Der Junge muss an die frische Luft“, nach der gleichnamigen Autobiografie des Entertainers Hape Kerkeling. Zu diesem Zeitpunkt ist bereits ihr nächster Film abgedreht, eine Adaption des Jugendbuchklassikers „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Der Start ist für Weihnachten 2019 angekündigt.

Caroline Link ist Kuratoriumsmitglied des Vereins „Children for a better World“ und seit 2004 Trägerin des Bayerischen Verdienstordens. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten, dem Regisseur Dominik Graf, in München.

(Quelle: www.filmportal.de)

 

Unterrichtsfächer: Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Kunst, Musik

Themen: Biografie, Geschichte, Familie, Kindheit, Gender/Geschlechterrrollen, Tod/Sterben, Medien;

 

Links:

Filmwebseite: www.derjungemussandiefrischeluft.de
Infos zum Film: www.filmportal.de
Unterrichtsmaterialien: www.visionkino.de www.kinofenster.de

Buch und Autor: www.piper.de  www.hapekerkeling.de

Caroline Link im Gespräch zum Film:

DFF Deutsches Filminstitut: www.youtube.com

Deutschlandfunk Kultur: www.deutschlandfunkkultur.de

WDR 3 Samstagsgespräch mit Caroline Link (34:16 Min.) www1.wdr.de

 

Geschlossene Veranstaltung!

 

 

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