TIMM THALER oder das verkaufte Lachen

Kinoworkshop  in der HFF – mit dem ARRI-Produzenten Sepp Reidinger und einer Einführung zur Hochschule für Fernsehen und Film (Dienstag, 27. Februar, 13.30-16.30 Uhr)

(Deutschland 2016); 103 Min.; FSK: ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8 Jahren (3.-7.Klasse); Kinderfilm, Literaturverfilmung nach dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von James Krüss (1962); Regie: Andreas Dresen; Drehbuch: Alexander Adolph; mit: Arved Friese, Justus von Dohnányi, Jule Hermann, u.a.; Produktion: Constantin Film München in Kooperation mit ARRI Media München; Produzent: Oliver Berben; Co-Produzent: Josef Reidinger; Kinder- und Jugendfilmpreis des Goethe-Instituts 2017; FBW Prädikat „besonders wertvoll“;

Ein zwölf Jahre alter Junge verkauft sein Lachen und lässt sich damit auf einen Handel mit dem Teufel ein. Die ebenso eigenwillige wie liebenswürdige Geschichte über Timm Thaler stammt ursprünglich von James Krüss. Jetzt ist sie erstmals für das Kino bearbeitet worden – eine Herzensangelegenheit für Regisseur Andreas Dresen, der einen klugen und unterhaltsamen Film geschaffen hat. (Quelle: www.visionkino.de)

Inhalt: Timm Thaler ist Vollwaise und hat eigentlich nicht viel zu lachen im Leben. Trotzdem kann er gerade das gut: Sein Lachen ist ansteckend und unwiderstehlich. Auch der merkwürdige Baron Lefuet interessiert sich dafür. Er kauft Timm das Lachen ab – im Gegenzug erhält Timm die erstaunliche Gabe, jede Wette zu gewinnen. Allerdings darf er mit niemandem über diesen Pakt sprechen. Für kurze Zeit genießt der Junge die Möglichkeiten, anderen durch Wetten eins auszuwischen oder auf der Pferderennbahn gigantische Geldsummen zu gewinnen. Aber dann merkt er, dass er mit dem Lachen etwas Lebenswichtiges verloren hat und bemüht sich darum, den Handel mit Lefuet rückgängig zu machen. Allerdings erweist sich sein Gegner als mächtig: Rückwärts gelesen wird aus Lefuet ein „Teufel“ …

Bilder: (Zum Vergrößern anklicken.)

Arved Friese, Justus von Dohnányi (v.l.n.r.)  © Constantin Film Verleih GmbH, Gordon Mühle
Justus von Dohnányi © Constantin Film Verleih GmbH, Gordon Mühle
Fritzi Haberlandt, Jule Hermann (v.l.n.r.) © Constantin Film Verleih GmbH, Gordon Mühle
Belial und Behemoth © Constantin Film Verleih GmbH, Gordon Mühle
Arved Friese, Justus von Dohnányi (v.l.n.r.) © Constantin Film Verleih GmbH, Gordon Mühle
Arved Friese, Justus von Dohnányi © Constantin Film Verleih GmbH, Gordon Mühle
Arved Friese © Constantin Film Verleih GmbH, Gordon Mühle

Zur Person: Sepp Reidinger ist seit 2011 Geschäftsführer der ARRI Media . Diese ist Teil der ARRI Unternehmensgruppe, die seit fast 100 Jahren filmtechnische Geräte entwickelt, herstellt und verleiht sowie sämtliche technisch-kreativen Filmservices anbietet. Seine berufliche Laufbahn startete Sepp Reidinger in den Geyer Kopierwerken, war dann für die gesamte Postproduktion der Constantin Film Gruppe verantwortlich und leitete viele Jahre das ARRI Kopierwerk. Seit 2011 gehört Sepp Reidinger dem Vorstand des Verbandes Technischer Betriebe für Film und Fernsehen an. Die Liebe zum Film ist bei ihm eng verbunden mit dem Anspruch an eine qualitativ hochwertige Bearbeitung von Bild und Ton.

Zur Umsetzung: Vorlage für den Film ist James Krüss‘ Kinderroman von 1962, der auf sinnvolle Weise gestrafft und verdichtet wird. Durch neue Figuren wie Timms charmante Freundin Ida, aber auch die komischen Dämonen Behemoth und Belial wird die Geschichte kinotauglich. Die ausgreifenden Schilderungen geschäftlicher Verwicklungen werden ersetzt durch einen kurzen Animationsfilm, mit dem Baron Lefuet seinem Zögling Timm die übelsten Methoden globaler Ausbeutung erklärt. Dem Film gelingt etwas, was bereits James Krüss‘ Text auszeichnete: Eine liebevoll erzählte, fantasievolle, manchmal auch absurde Geschichte zu entwickeln und zugleich mit einem scharfen Blick die Übel der modernen Welt zu erfassen. Der Film stellt die Frage, wer oder was heute als das „Böse“ oder das „Teuflische“ betrachtet werden kann. Zum Flair der Schauplätze trägt das mondäne „Grand Hotel“ bei, aber auch der monströse Palast des Baron Lefuet und seine „Zentrale“, eine futuristische Halle mit Projektionsflächen und Leitpulten, von denen aus weiß gekleidete Dämonen die weltweiten Geschäfte des Barons steuern. Eine hochkarätige Besetzung und ausgezeichnete Kinderdarsteller machen den Film zu einem sehenswerten Vergnügen.

Pädagogische Anknüpfungspunkte: Diese Geschichte stellt ganz konkrete, menschliche neben hochphilosophische Fragen: Warum lachen wir? Was ist das Menschliche an dieser Fähigkeit? Was ist böse? Gibt es eine Gestalt, die das Böse verkörpert? Die Geschichte vom Teufelspakt hat eine lange Tradition, in der „Peter Schlemihl“ und „Faust“ nur zwei Beispiele sind – warum nicht eines davon in vereinfachter Form aufgreifen und auf diese Weise zeigen, dass gute Geschichten immer wieder neu erzählt werden wollen? … (Quelle: www.visionkino.de)

Unterrichtsfächer: Deutsch, Lebenskunde, Religion, Philosophie und Ethik
Themen: Richtiges Leben, Gut und Böse, Teufelspakt, Wetten, Glücksspiel, Familie, Freundschaft

Zur Hochschule für Fernsehen und Film München: Gegründet wurde sie 1966 und bezog 2011 den Neubau im Münchner Kunstareal, mit Film- und TV-Studios, einem eigenen Postproduktionstrakt, einer Bibliothek und drei Kinos.

Links:

Filmwebseite: www.constantin-film.de
Filminformationen: www.filmportal.de
Filmheft für den Unterricht: www.visionkino.de
Weitere filmpädagogische Informationen: www.kinofenster.de

Über den Autor James Krüss: www.oetinger.de

ARRI Media: www.arrimedia.de

HFF: www.hff-muenchen.de  www.muenchenarchitektur.com

Flyer: KW.TIMM_THALER ( 27.02.2018)

Anmeldung: info@treffpunkt-filmkultur.de

Ort: Hochschule für Fernsehen und Film München 
Bernd-Eichinger-Platz 1
MVV: Tram 27/28; Bus 100;