KARL VALENTIN – Münchner Filmpionier


DER NEUE SCHREIBTISCH
– Deutschland 1914, 6 Min.; Kurz-Spielfilm; Produktion: Peter Ostermayr;
ORCHESTERPROBE – Deutschland 1933, 23 Min; Kurz-Spielfilm; Regie + Produktion: Carl Lamac;
DIE VERKAUFTE BRAUT – Deutschland 1932, 77 Min.; Spielfilm nach der gleichnamigen Oper von Smetana; Regie: Max Ophüls;

(siehe auch: IM SCHALLPLATTENLADEN – Deutschland 1934)

Inhalt: DER NEUE SCHREIBTISCH – Der Büroschreiber Dürr bekommt ein neues Stehpult geliefert. Bald merkt er, dass es zu hoch für ihn ist. Rasch greift er nach der Säge. Da es ihm nicht gelingt, die Beine auf eine gleiche Länge zu bringen, kürzt er immer weiter und sägt Stück für Stück ab. Inzwischen ist aus dem Stehpult ein Sitzpult geworden. Dürr muss ein Loch in den Boden sägen, damit seine Beine noch unter das Pult passen. Als er endlich beginnen kann zu schreiben, fällt er durch den Boden.

Inhalt: ORCHESTERPROBE – Eine Orchesterprobe entwickelt sich zu absurdem Theater. Die Trompete wird mit Hilfe einer Besteckgabel „gestimmt“, der Geigenbogen für ein Fechtduell mit dem Taktstock des Kapellmeisters missbraucht, und als „Paukist“ bewältigt Karl Valentin spielerisch vier Instrumente gleichzeitig. Sprachanalytische Dialoge und groteske Lautgedichte runden das wohl berühmteste Valentin-Stück ab.

Inhalt:
DIE VERKAUFTE BRAUT  – Der geschäftstüchtige Heiratsvermittler Kezal will die Bürgermeistertochter Marie und den reichen Bauernsohn Wenzel verkuppeln. Doch beide verlieben sich in Fremde, die die böhmische Kleinstadt durchreisen: Marie in den Postkutscher Hans und Wenzel in die Zirkustänzerin Esmeralda. Am Ende finden die richtigen zueinander. Mit Karl Valentin als Zirkusdirektor Brummer und Liesl Karlstadt als dessen Frau.

Zur Person: Der Universal-Künstler Karl Valentin gehört zum festen Bestandteil der Münchner Filmgeschichte und Filmkultur. Bereits 1912 richtete er ein eigenes Filmatelier ein, 1914 entstand in Zusammenarbeit mit Peter Ostermayr, dem Gründer der Bavaria-Studios, der 6-minütige Einakter und Stummfilm DER NEUE SCHREIBTISCH. Zu gleicher Zeit entwickelte Valentin den Bühnensketch ORCHESTERPROBE, der 1933 als Tonfilm in den Bavaria-Ateliers Geiselgasteig produziert wurde. Im Jahr zuvor trat Karl Valentin gemeinsam mit seiner Partnerin Liesl Karlstadt, in der Tonfilmoper DIE VERKAUFTE BRAUT auf. Gedreht wurde in der Umgebung von München und in den Bavaria-Ateliers, unter der Regie von Max Ophüls, einem der großen Meister des Films, der Deutschland 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlassen musste.

Materialien: Kinoworkshop Karl Valentin – Lehrerfortbildung LFB Karl Valentin 2008

Links:

www.karl-valentin.de
www.valentin-musaeum.de
www.filmportal.de
www.deutsche-filmografie.de

Mit freundlicher Unterstützung der UNESCO, Region München

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