METROPOLIS 27/10

UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes am 27. Oktober:
Kinoworkshop im ARRI Kino – mit Einführung von Tschangis Chahrokh (ARRI Tonstudio) zur Tonmischung der Kinokopie – in Kooperation mit ARRI Film & TV Services

Deutschland 1927/2010, 145 Min., s/w; FSK: 6; Stummfilmklassiker, Science-Fiction-Film; Regie: Fritz Lang; Drehbuch: Thea von Harbou; Kamera: Karl Freund; Günther Rittau; Bauten: Otto Hunte; Erich Kettelhut; Karl Vollbrecht; Musik: Gottfried Huppertz; mit: Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Heinrich George, u.a.;  Produktion: Universum-Film AG (Ufa, Berlin); Produzent: Erich Pommer; Uraufführung: 10. Januar 1927, Berlin;  2001 als erster Film ins „Memory of the World“- Register der UNESCO aufgenommen; Wiederaufführung der von der Murnaustiftung restaurierten Premieren-Fassung bei der Berlinale 2010; Dirigent: Frank Strobel; FBW Prädikat besonders wertvoll;

Dossier: METROPOLIS

Inhalt: Im Mittelpunkt dieses Stummfilmklassikers steht die futuristische, titelgebende Stadt „Metropolis“. Ihr Erbauer, Joh. Fredersen, hat als das „Hirn“ der Stadt von seinem „Neuen Turm Babel“ aus sämtliche Fäden in der Hand, die absolute Kontrolle. Für Fredersen sind Menschen nur noch Teil der Arbeitsmaschine, nur noch „Hände“, die sein Werk zur Perfektion bringen und aufrechterhalten sollen. Die Bevölkerung von Metropolis lebt in einer streng getrennten Klassengesellschaft: die Arbeiter schuften unter der eigentlichen Stadt und wohnen in unterirdischen Massenunterkünften, wo es keine Sonne gibt und keine Freude. Die Reichen und Mächtigen residieren hoch über dem Boden von Metropolis, ihre Söhne leben ebenfalls in einer Art eigenen Stadt mit dem „Haus der Söhne“, den Universitäten, einem gigantischen Stadion und den paradiesischen „Ewigen Gärten“, wo die schönsten Mädchen „gezüchtet“ werden wie kostbare Blumen. Im „Haus der Söhne“ lebt auch Freder, Joh. Fredersens einziger Sohn. Doch eines Tages beschließt Freder, in die Arbeiterstadt hinabzusteigen, um dort die engelsgleiche Maria zu suchen, die den Arbeitern mit ihren Predigten von Liebe und Klassenlosigkeit Hoffnung schenkt. Als Freder die Lebensverhältnisse der Arbeiter sieht und Marias Predigt hört, ist er derart erschüttert, daß er sich entschließt, einer der ihren zu werden. Um Maria auszuschalten, beauftragt Joh. Fredersen den Erfinder Rotwang. Dieser erschafft einen künstlichen Menschen, der die Züge Marias trägt, um zu Kampf und Zerstörung aufzurufen. Gleichzeitig erhofft sich Rotwang, der Freder haßt, daß seines Todfeindes Sohn an der Liebe zu Marias künstlicher Doppelgängerin zugrunde gehen werde. Zunächst gelingt der Plan, von der lasziven Roboter-Maria aufgestachelt, revoltieren die Arbeiter und verwüsten die Arbeiterstadt. Als sie aber erkennen, daß durch ihre Taten die Arbeiterstadt überschwemmt wird und sie damit ihre Kinder in Gefahr bringen, machen sie sich wutentbrannt auf die Suche nach Maria. Gefaßt wird aber nicht Maria, sondern ihre unheilbringende Doppelgängerin. Die Arbeiter verbrennen die Maschine, während Maria gemeinsam mit Freder die Kinder des Volkes rettet. Bei einem brutalen Kampf zwischen Freder und Rotwang wird der Erfinder getötet. Durch die Geschehnisse sind die Bewohner von Metropolis zunächst geeint, der Weg scheint frei für eine Welt ohne Klassenunterschiede. (Quelle: Murnaustiftung)

Links:

Murnaustiftung: www.metropolis2710.de
Warner Bros. Filmverleih: wwws.warnerbros.de

Deutsches Filmportal: www.filmportal.de   www.filmportal.de

Kinofenster (bpb): www.kinofenster.de

Rainer Rother, Deutsche Kinemathek, zum Szenenbild:  www.vierundzwanzig.de

ARTE: www.arte.tv   www.arte.tv

Restaurierung:
www.alpha-omega.de
www.alpha-omega.de
www.scientific-media.de
www.schnittberichte.com

Studienfassung „Metropolis“ (UDK Berlin): http://zeithistorische-forschungen.de

US-Verleih: www.kino.com

Programm der britischen Premiere (1927) : www.scribd.com

Kino in der Weimarer Republik: www.dhm.de

Publikation: www.deutsche-kinemathek.de