WOYZECK

LMU– Seminar „Dramen und ihre Verfilmung im Deutschunterricht“

Deutschland 1978, 81 Min., FSK: ab 16.; Spielfilm, Dramenverfilmung nach dem gleichnamigen Fragment von Georg Büchner; Regie: Werner Herzog; Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein; Musik: Benedetto Marcello; Antonio Vivaldi; mit: Klaus Kinski, Eva Mattes, Wolfgang Reichmann, Willy Semmelrogge, Josef Bierbichler; Produktion: Werner Herzog Film; Preise: Cannes 1979 für Eva Mattes (Beste Nebendarstellerin); 1981: Gilde-Filmpreis in Gold in der Kategorie Deutscher Film;

Zum Film: Weitgehend werkgetreue Verfilmung von Büchners Dramenfragment, Herzogs dritte Zusammenarbeit mit Klaus Kinski: In einer kleinen Garnisonsstadt, Mitte des 19. Jahrhunderts. Füsilier Woyzeck, Bursche des Hauptmanns, bemüht sich, Marie und sein uneheliches Kind zu ernähren. Dafür lässt er sich sogar vom Doktor für medizinische Versuche missbrauchen. Als der Hauptmann und der Doktor ihm auf die Nase binden, dass Marie sich mit dem feinen Tambourmajor eingelassen hat, nimmt Woyzeck ein Messer und ersticht Marie. Dann geht er in den Teich und ertrinkt.     (www.filmportal.de)

Empfohlen für Schüler ab der 10.Klasse

Im Vergleich: Die Woyzeck-Inszenierung am Hamburger Thalia Theater (2003). – Dazu aus einem Interview mit dem Regisseur Michael Thalheimer: Was treibt Sie, die Geschichte des Woyzeck zu erzählen, was ist der Kern Ihrer Inszenierung? – Thalheimer: Was man heute, finde ich, nicht mehr beschreiben kann: Die böse Gesellschaft trampelt auf dem Einzelnen rum – der Mensch ist gut und die Gesellschaft ist schlecht. Es ist ja üblich, dass Woyzeck als der arme Mensch und als Opfer gezeigt wird. Ich suche aber die Ambivalenz in diesem Stoff, ich bin an dem Täter Woyzeck wahnsinnig interessiert. Da bin ich natürlich mit dem Hauptdarsteller und mit der ganzen Truppe auf der Suche: Wie kann man die Figur Woyzeck von diesem Opfergedanken, von diesem Gutmenschen und dieser Arme-Leute-Tugend befreien? Ich entdecke ein unglaubliches Gewaltpotential bei Woyzeck, der mit seinem Elend andere Menschen terrorisiert und vergewaltigt. Und dieses Gewaltpotential ist von Vornherein gegeben. Die Figur irritiert. Sie macht mich nervös. .. (Quelle: www.salzburg.com)

Links:

Filminformationen: www.filmportal.de
Werner Herzog: www.wernerherzog.com
Originaltext: http://gutenberg.spiegel.de
Georg Büchner: www.uni-marburg.de

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