NOSFERATU – SINFONIE DES GRAUENS

„Filme mit dem Filmkanon im Kino entdecken“

Deutschland 1922; 94 Min.; FSK: 12; Stummfilmklassiker, Horrorfilm, Vampirfilm, phantastischer Film, Literaturverfilmung nach dem Roman „Dracula“ von Bram Stoker; Regie: Friedrich Wilhelm Murnau; Drehbuch: Henrik Galeen; Kamera: Fritz Arno Wagner; Musik: Hans Erdmann; Bauten und Produktion: Albin Grau; mit     Max Schreck, Alexander Granach, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder, u.a.; DVD (restauriert/viragiert;): Universum Film;

NOSFERATU wurde 2003 in den Filmkanon der Bundeszentrale für politische Bildung aufgenommen. Von der Bundeszentrale gibt es dazu auch eine DVD-Edition: www.bpb.de

Filmessay: www.bpb.de

Dossier: Nosferatu

Zum Film: Thomas Hutter arbeitet bei einem Makler in Wisborg und reist nach Transsylvanien, um mit dem Grafen Orlok über einen Hauskauf zu verhandeln. Der Schlossherr erweist sich als „Vampyr“, der Pest und Tod nach Wisborg bringt; erst durch die selbstlose Hingabe von Hutters junger Gattin kann das Unheil gebannt werden. – Murnau dreht in realen Kulissen in Wismar, Lübeck und Rostock. Wie auch in anderen Filmen greift er auf Motive der Malerei zurück, hier vor allem auf Werke von Caspar David Friedrich. NOSFERATU wurde zum Klassiker des deutschen Expressionismus und Horrorfilm-Genres. Unvergessen: Der Münchner Schauspieler Max Schreck als Nosferatu.

Zur Filmgeschichte: Nach Ende des Ersten Weltkriegs erlebte das deutsche Kino die vielzitierte Ära des expressionistischen Films. Die herausragenden Beispiele dieses Erbes zählen zu den Klassikern der deutschen Filmgeschichte schlechthin. Die Stilisierung von Raum, Licht und Kameragestaltung gehört zu den wichtigsten Neuerungen in dieser Zeit. Auch Musik und Farbe spielen eine Rolle: Der Stummfilm war niemals stumm und der Schwarz-weiß-Film nur selten schwarzweiß. F. W. Murnau revolutionierte die Filmtechnik und verhalf dem deutschen Film in den 20er Jahren zur Weltgeltung.

Zur Person Friedrich Wilhelm Murnau: Der Sohn eines Textilfabrikanten wächst in Bielefeld und Kassel auf, studiert in Berlin und Heidelberg Kunstgeschichte und Literatur, gibt das Studium auf und besucht die Max Reinhardt-Schauspielschule in Berlin. Ab etwa 1909 benutzt er das Pseudonym Murnau, nach dem Ort in Oberbayern, den er auf einer Reise mit seinem Freund Hans Ehrenbaum-Degele besucht. 1913 gehört er zum Ensemble der Reinhardt-Bühnen, wird ein Jahr später als Soldat eingezogen. Seit 1917 bei den Fliegern, wird er in der Schweiz interniert, wo er Theater spielt und ein Filmmanuskript verfaßt. Nach Kriegsende kehrt er nach Berlin zurück und dreht 1919 seinen ersten Film („Der Knabe in Blau“). Von seinen Werken zählen die Literatur-Adaptionen „Tartüff“ (1925) und „Faust“ (1925/26) sowie „Der letzte Mann“ zu den Klassikern des Weimarer Kinos. Diese Filme öffnen Murnau die Tore nach Hollywood. Sein erster Hollywood-Film „Sunrise“ (1926/27) kann zwar die Kritik begeistern – der Film bekommt einen Oscar für seine künstlerische Qualität – nicht aber das breite Publikum. Murnau kehrt nach Berlin zurück. 1929 reist er nach Tahiti, wo er mit dem Dokumentarfilmer Robert Flaherty einen gemeinsamen Film über die Inselbewohner plant. Ihre Vorstellungen sind aber zu unterschiedlich, Murnau realisiert „Tabu“ (1930/31) auf eigene Kosten. Hochverschuldet kehrt er nach Hollywood zurück, wo ihm die Paramount einen Zehn-Jahres-Vertrag anbietet. Er stirbt an den Folgen eines Autounfalls eine Woche vor der Premiere von „Tabu“. (Quelle: www.filmportal.de)

Empfohlen ab der 10. Jahrgangsstufe

Links:

http://murnau-stiftung.de
www.lmz-bw.de
www.filmportal.de
www.arte.tv
http://eurekavideo.co.uk
www.celtoslavica.de

Friedrich Wilhelm Murnau: www.dhm.de
Maskenbild: www.vierundzwanzig.de

Zur Restaurierung: www.schnittberichte.com

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