IM WESTEN NICHTS NEUES

– mit Einführung zum Film

(Originaltitel: All Quiet on the Western Front) USA 1930, 140 Min., s/w mit teilweise eingefärbtem Filmmaterial; FSK: ab 12; Antikriegsfilm, Literaturverfilmung nach dem gleichnamigen Roman und Bestseller von Erich Maria Remarque (1929); Regie: Lewis Milestone; mit: Louis Wolheim (Katczinsky), Lew Ayres (Paul Bäumer), Slim Summerville (Tjaden), John Wray (Himmelstoss), u.a.; Produktion: Universal Pictures, Carl Laemmle jr.; Oscarpreis 1930 ( Bester Film, Beste Regie);

Inhalt: Angesteckt von den kriegsbegeisterten Reden ihres Lehrers, melden sich Paul Bäumer und seine Klassenkameraden während des Ersten Weltkriegs freiwillig zum Militär. Durch die willkürlichen Schikanen ihres Ausbilders Himmelstoss bis zur völligen Erschöpfung getrieben, beginnen sie bereits während ihrer Ausbildung an ihren romantischen Vorstellungen vom Soldatendasein zu zweifeln. Als sie schließlich an die Front kommen, ist die Desillusionierung durch das Elend in den Schützengräben und die Brutalität des Kampfes komplett. Der Film wurde zum Klassiker unter den Antikriegsfilmen, bei einer Umfrage des American Film Institute 1998 landete er auf Platz 54 der 100 besten US-amerikanischen Filme. (Quelle: www.krieg-film.de)

Autor und Buch: Der Roman von Erich Maria Remarque (geb. 1898 in Osnabrück; gest. 1970 in Locarno) erschien 1929. Noch im Jahr der Erstausgabe erschienen Übersetzungen in 26 Sprachen. Heute liegen Ausgaben in 50 Sprachen vor, die geschätzte Auflage des Buches weltweit liegt bei ca. 15 bis 20 Millionen Exemplaren. Obwohl der Autor in einem Vorspruch betont, das Buch solle „weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen über eine Generation zu berichten, die vom Kriege zerstört wurde, auch wenn sie seinen Granaten entkam“, wurde es als Anklage gegen den Krieg und vor allem auch gegen die Erwachsenen verstanden, gegen die Eltern und Lehrer, die diese „eiserne Jugend“ mit chauvinistischen Reden in den Krieg trieben. Die Feindschaft der älteren Generation, die Remarque auf sich gezogen hatte, konnte von den Nationalsozialisten noch einmal politisch ausgenützt werden: Joseph Goebbels organisierte 1930 Krawalle gegen die Verfilmung des Romans, und ab 1933 gehörte „Im Westen nichts Neues“ zur verbotenen und verbrannten Literatur in Deutschland. ( Quelle: www.remarque.uni-osnabrueck.de )

Entstehungsgeschichte des Films: Im August 1929 fuhr der Chef der amerikanischen Filmgesellschaft UNIVERSAL INTERNATIONAL PICTURES, der gebürtige Schwabe Carl Laemmle, wie jedes Jahr einmal in seine alte Heimat nach Deutschland, um dort einen geeigneten Stoff für eine Verfilmung zu suchen. In diesem Jahr war er auf den sensationellen Erfolg des Romans von Remarque hingewiesen worden. Die Verhandlungen von Laemmle und Remarque verliefen erfolgreich, und auch der Film wurde zunächst in den USA und dann weltweit ein Kassenschlager. Gedreht wurde in Hollywood. Auf dem Gelände von UNIVERSAL entstand der Nachbau eines deutschen Kasernenhofes und in der nahen Umgebung von Hollywood wurde Ackerland in ein Schlachtfeld umgewandelt. Mit der neu entwickelten Filmtechnologie, dem Tonfilm und beweglichen Kameras realisiert, entstanden noch nicht dagewesene eindrückliche Bilder vom Krieg. In Deutschland wurde der Film bereits eine Woche nach der Erstaufführung im Dezember 1930 verboten. (Quelle: www.remarque.uos.de)

Links:

Filminfos: german.imdb.com  www.deutsches-filminstitut.de  www.remarque.uos.de www.krieg-film.de

Infos über Remarque:  www.remarque-gesellschaft.de  www.dhm.de  www.ndr.de

Infos über den Ersten Weltkrieg: https://ersterweltkrieg.bundesarchiv.de  www.bpb.de  www.europeana.eu

Unterrichtsmaterialien: www.lehrer-online.de

Beitrag erstellt 214

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben