DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM

– mit Kameramann Jost Vacano


BRD 1975, 106 Min., FSK: ab 16; Spielfilm, Literaturverfilmung nach der gleichnamigen Novelle von Heinrich Böll; Regie: Volker Schlöndorff; Kamera: Jost Vacano; Musik: Hans Werner Henze; Produktion: Bioskop Film München; WDR Köln; Produzent: Eberhard Junkersdorf; Preise: 1976 – Bundesfilmpreis in Gold (Beste Darstellerin, Beste Kamera); FBW Prädikat: Besonders wertvoll;

Inhalt: Katharina Blum, eine junge Frau, wird wegen einer zufälligen Affäre als „Terroristin“ in eine menschenverachtende Pressekampagne verwickelt. Als der psychische und menschliche Druck aus Vorurteilen, Verunglimpfungen und offenem Hass immer unerträglicher wird, greift Katharina zur Waffe, um den letzten Rest ihrer Ehre zu retten.

Die Szenenfolge (Quelle: atlas film+ av, 1983)

Mittwoch
* Die Verfolgung Ludwig Göttens
* Die Party bei Else Woltersheim

Donnerstag
* Die Wohnungsrazzia und Katharinas Abführung
* 1. Verhör
* Katharina in der Zelle
* Polizeikonferenz
* Tötges‘ 1. „Ermittlung“
* Das Interview der Blornas
* Informationsaustausch zwischen Tötges und Beizmenne
* 2. Verhör
* In Katharinas Wohnung: erste anonyme Diffamierungen; panische Flucht in die Stadt.

Freitag
* Katharina liest die ersten Zeitungsartikel
* Katharinas Gespräch mit Sträubleder
* Tötges‘ Ermittlung bei Katharinas kranker Mutter
* 3. Verhör
* In Katharinas Wohnung: weitere Diffamierung; Zerstörung der Wohnung
* Bei Woltersheim: Katharinas Telefongespräch mit Ludwig Götten

Samstag
* Gespräch der Blornas mit Hach
* Gespräch der Blornas mit Sträubleder
* Der Tod der Mutter
* Die Festnahme Göttens
* Abends im Haus der Blornas

Sonntag
* Das Exklusivinterview mit Tötges und seine Ermordung
* Im Gefängniskeller: Katharina und Ludwig

Nachspiel
* Die Beerdigungsrede

Zur Person: Jost Vacano wird am 15. März 1934 in Osnabrück geboren. Er absolviert ein Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universität München und besucht im Anschluss das Deutsche Institut für Film und Fernsehen. In die erste Reihe der deutschen Kameramänner dringt Vacano spätestens 1975 mit Volker Schlöndorffs „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, wofür er mit dem Bundesfilmpreis geehrt wird. Die Kooperation mit dem Regisseur Wolfgang Petersen setzt sich 1984 für „Die unendliche Geschichte“ fort. Längst ist man durch „Das Boot“ in den USA auf ihn aufmerksam geworden. Dort arbeitet er zusammen mit dem Regisseur von Paul Verhoeven. Vacano erhält neben dem Bundesfilmpreis den Bayerischen Filmpreis für „Das Boot“ und 2001 den Deutschen Kamerapreis in der Kategorie „Ehrenkameramann“. (Quelle: Filmportal)

Zur Person: Volker Schlöndorff wurde am 31. März 1939 in Wiesbaden geboren. Sein Vater war Arzt. Schlöndorff besuchte zunächst das Gymnasium in seiner Heimatstadt, ging aber schon 1954, im Alter von 15 Jahren, im Schüleraustausch nach Frankreich. Dort machte er am Lycée Henri Quatre das französische Abitur. Danach nahm er ein Studium der economies politiques auf und besuchte nach dem Staatsexamen für ein Jahr das „Institut des Hautes Etudes Cinématographiques“. Anschließend arbeitete er fünf Jahre als Regieassistent bei Louis Malle, den er auf der Filmschule kennengelernt hatte. (61-65)

Links:
Filminformationen: www.filmportal.de
ARTHAUS-Edition Deutscher Film (DVD/Trailer): www.arthaus.de
Heinrich Böll: www.heinrich-boell.de
Jost Vacano: www.marburger-kamerapreis.de  www.evolver.at/?story=1358

Berufsbild Kamera (Autor: Jost Vacano): www.bvkamera.org
24-FILMSCHULE (Kamera/Licht): www.vierundzwanzig.de

 

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